Werkstufenkonzept

Werkstufenkonzept für die Vorbereitung auf das Arbeitsleben

in der Heideweg-Schule, Förderzentrum GE, Appen - Etz

Die Werkstufe des Förderzentrums GE befindet sich in der Heideweg – Schule in Appen – Etz. Die für den Einzugsbereich der SchülerInnen zuständigen Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) sind die Werkstatt Eichenkamp, Pinneberg, mit ihren Außenstellen sowie die Elbe gGmbH, Schenefeld.

Die Heideweg – Schule arbeitet eng mit der Werkstatt Eichenkamp, der Reha – Beratung der Arbeitsagentur Elmshorn und dem Integrationsfachdienst (IFD) zusammen. Diese enge Vernetzung hat sich als sehr förderlich für die Belange der SchülerInnen erwiesen.

Seit Februar 2011 nimmt die Heideweg – Schule am landesweiten Projekt „Übergang Schule Beruf“ (ÜSB) teil. Die Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst hat sich sehr gut eingespielt. Die Akquise von geeigneten Praktikumsplätzen ist durch das ländliche Einzugsgebiet nicht immer einfach.

Es hat sich bisher folgender Ablauf innerhalb der Werkstufe bewährt:

9. Schulbesuchsjahr:

  • Erfüllung der Vollzeitschulpflicht am Ende des Schuljahres
  • Berufsberatung durch die Arbeitsagentur Elmshorn in Form eines Elternabends, in dem die möglichen Wege und Förderregularien im Anschluss an den Schulbesuch erläutert werden. Dieser Elternabend findet in der Regel nach den Osterferien statt.
  • Elternabend zur Information über das Projekt „Übergang Schule – Beruf“, dessen Ziel die Erfahrungsmöglichkeiten der SchülerInnenauf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt ist. Dieser Elternabend findet ca. vier Wochen nach dem Berufsberatungselternabend statt. Die Anmeldung zum Projekt erfolgt durch die Eltern (bis ca. Mai/ Juni).
  • ggfs. Beginn des berufsvorbereitenden Unterrichts in den Klassen durch die Klassenlehrkräfte

10.Schulbesuchsjahr

  • Unterricht zur Berufsvorbereitung in den Klassen durch die Klassenlehrkräfte
  • Beginn des berufsvorbereitenden Unterrichts im ÜSB – Projekt in Kooperation zwischen Schule und Integrationsfachdienst
  • Werkstattunterricht in der WfbM Eichenkamp: Alle SchülerInnen des 10. Jahrgangs nehmen an insgesamt 10 Vormittagen am Unterricht in der WfbM Eichenkamp teil, der in Kooperation zwischen BildungsbegleiterInnen der WfbM und Lehrkräften der Schule durchgeführt wird (seit 2013). Ziel ist das Kennenlernen der Werkstatt und die Entscheidung für einen Arbeitsbereich im ersten Praktikum.
  • Betriebserkundung der WfbM Eichenkamp, Pinneberg, und des Schäferhofes, Appen – Etz, für Eltern (z.B. auch durch die Abschlussveranstaltung des Werkstattunterrichts mit Präsentation für die Eltern)
  • bei Bedarf: Ausleihen von WfbM - Arbeiten, um diese Arbeiten im Rahmen des Berufsvorbereitungsunterrichtes in der Schule auszuführen
  • ggfs. Interviews mit Mitarbeitern der WfbM (ehemalige Schüler der Heideweg - Schule)
  • weitere Betriebserkundungen für SchülerInnen (z.B. Betriebe, in denen Eltern arbeiten, Betriebe aus dem Umland, aber auch Betriebe, Werkstätten, Berufsvorbereitungsmaßnahmen)
  • bei Bedarf: Berufsberatung das Arbeitsamt Elmshorn
  • 1. Betriebspraktikum in der WfbM Eichenkamp, Pinneberg
    • im Frühjahr, Zeitpunkt wird in Absprache mit der WfbM festgelegt
    • Kennenlernen der verschiedenen Arbeitsbereiche der WfbM im Werkstattunterricht
    • Auswahl des Praktikumsplatzes nach Interesse und Fähigkeiten der SchülerInnen
    • Vorstellung der WfbM – Gruppenleiter aus dem Berufsbildungsbereich in der Schule
    • Schule liefert an die WfbM notwendige Informationen zur Durchführung des Praktikums (Vorgespräche, Ausfüllen der Seite 1 des Praktikumsberichtes)
    • Praktika sind in der Regel zwei Wochen lang
    • Zeitlicher Umfang der Praktikumsbegleitung durch Lehrkräfte wird im gemeinsamen Gespräch mit dem Sozialen Dienst der WfbM/ den Gruppenleitern festgelegt
    • Absprachen hinsichtlich der Schülertransporte (Schulbusse, Eltern oder ggfs. Selbstfahrer)
    • eine Unterrichteinheit wöchentlich (zwei Zeitstunden) gemeinsam mit dem Integrationsfachdienst (IFD) und der Lehrkraft für Berufsorientierung
    • Betriebserkundungen (z.B. Fa. Porschke, Fa. Hagen)
    • Akquise von Praktikumsplätzen auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt durch den IFD, orientiert an den individuellen Interessen, Bedürfnissen und Mobilitätsanforderungen
    • (in der Regel zweiwöchige)Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
    • Beispiele aus dem Schuljahr 2015/16:
      • zweiwöchiges Praktikum eines Schülers in einer Tankstelle
      • zweiwöchiges Praktikum eines Schülers in einem Supermarkt
      • dreiwöchiges Praktikum eines Schülers in einem Tankcenter
      • zweiwöchiges Praktikum eines Schülers in einem Kindergarten
    • Einzelgespräche mit Eltern durch Lehrkraft für Berufsorientierung und IFD
    • Praktikum ggfs. in den Tagesförderstätten Pinneberg oder Quickborn - Himmelmoor
    • individuelle Praktika (in anderen Werkstätten, in Betrieben etc.)
  • für TeilnehmerInnen am Projekt „Übergang Schule – Beruf“:
    • eine Unterrichteinheit wöchentlich (zwei Zeitstunden) gemeinsam mit dem Integrationsfachdienst (IFD) und der Lehrkraft für Berufsorientierung
    • Betriebserkundungen (z.B. Fa. Porschke, Fa. Hagen)
    • Akquise von Praktikumsplätzen auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt durch den IFD, orientiert an den individuellen Interessen, Bedürfnissen und Mobilitätsanforderungen
    • (in der Regel zweiwöchige)Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
    • Beispiele aus dem Schuljahr 2015/16:
      • zweiwöchiges Praktikum eines Schülers in einer Tankstelle
      • zweiwöchiges Praktikum eines Schülers in einem Supermarkt
      • dreiwöchiges Praktikum eines Schülers in einem Tankcenter
      • zweiwöchiges Praktikum eines Schülers in einem Kindergarten
    • Einzelgespräche mit Eltern durch Lehrkraft für Berufsorientierung und IFD
    • 1. Berufswegekonferenz: Entscheidung über die weitere Teilnahme am ÜSB-Projekt, individuelle Zielsetzung für das nächste Schuljahr

 

11.Schulbesuchsjahr

  • Unterricht zur Berufsvorbereitung in den Klassen durch die Klassenlehrkräfte
  • Berufsvorbereitender Unterrichts im ÜSB – Projekt in Kooperation zwischen Schule und Integrationsfachdienst
  • auf Wunsch: Betriebserkundung der WfbM Eichenkamp, Pinneberg, und des Schäferhofes, Appen – Etz, für Eltern
  • bei Bedarf: Ausleihen von WfbM - Arbeiten, um diese Arbeiten im Rahmen des Berufsvorbereitungsunterrichtes in der Schule auszuführen
  • ggfs. Interviews mit Mitarbeitern der WfbM (ehemalige Schüler der Heideweg - Schule)
  • weitere Betriebserkundungen für SchülerInnen (z.B. Betriebe, in denen Eltern arbeiten, Betriebe aus dem Umland, aber auch Betriebe, Werkstätten, Berufsvorbereitungsmaßnahmen)
  • ggfs. individuelle Berufsberatung durch die Reha – Beratung der Arbeitsagentur Elmshorn für SchülerInnen des 11. Jahrgangs (Erstberatung): SchülerIn, Eltern/ gesetzliche Betreuer, Lehrkraft für Berufsorientierung und die Klassenlehrkraft nehmen daran teil. Die Berufsberatung findet in der Heideweg – Schule statt und wird durch die Schule organisiert. Dieses erspart den Eltern den Fahrweg nach Elmshorn.
  • 2. Betriebspraktikum (in der Regel zwei Wochen)
    • in der WfbM Eichenkamp, Pinneberg, oder einer anderen WfbM (z.B. Elbe gGmbH, Schenefeld; Elbe – Werkstätten, Hamburg; Norderstedter Werkstätten; Glückstädter Werkstätten)
    • Praktikum ggfs. in den Tagesförderstätten Pinneberg oder Quickborn – Himmelmoor oder anderen Einrichtungen
    • in frei gewählten Praktikumsplätzen (siehe oben individuelle Praktika)
    • Zeitpunkt: in der Regel zwischen den Weihnachts- und Osterferien)
    • Auswahl des Praktikumsplatzes nach Interesse und Fähigkeiten der SchülerInnen sowie der vorhandenen Mobilität
    • Zeitlicher Umfang der Praktikumsbegleitung durch Lehrkräfte wird im gemeinsamen Gespräch mit dem Sozialen Dienst der Werkstätten oder den Praktikumsbetrieben festgelegt
    • Absprachen hinsichtlich der Schülertransporte (Schulbusse, Eltern oder ggfs. Selbstfahrer)
  • für TeilnehmerInnen am Projekt „Übergang Schule – Beruf“
    • eine Unterrichteinheit wöchentlich (eine Unterrichtsstunde in der AG – Zeit nach dem Mittagessen)) gemeinsam mit dem Integrationsfachdienst und der Lehrkraft für Berufsorientierung
    • Betriebserkundungen
    • Akquise von Praktikumsplätzen auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt durch den IFD, orientiert an den individuellen Interessen, Bedürfnissen und Mobilitätsanforderungen
    • Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt: entweder als weiteres Erkundungspraktikum (in der Regel zwei Wochen) oder als Belastungspraktikum (mehrere Wochen)
    • ggfs. Einzelgespräche mit Eltern durch die Lehrkraft für Berufsorientierung und IFD
    • 2. Berufswegekonferenz: Entscheidung über die weitere Teilnahme am ÜSB-Projekt (Nachbetreungsphase)

12. bzw. letztes Schulbesuchsjahr

  • individuelle Berufsberatung und Planung des Weges in das Arbeitsleben durch die Reha – Beratung der Arbeitsagentur Elmshorn: SchülerIn, Eltern/ gesetzliche Betreuer, Lehrkraft für Berufsorientierung und die Klassenlehrkraft nehmen daran teil. Die Berufsberatung findet in der Heideweg – Schule statt und wird durch die Schule organisiert. Dieses erspart den Eltern den Fahrweg nach Elmshorn. Themen sind: Antrag auf berufliche Rehabilitation, Notwendigkeit und Absprache zu eventuell notwendigen Untersuchungen durch den Psychologischen/ Medizinischen Dienst der Arbeitsagentur, individuelle Wünsche und Beratungen, ggfs. Beratung über das Persönliche Budget
  • auf Wunsch:Betriebserkundung der WfbM Eichenkamp, Pinneberg, und des Schäferhofes, Appen – Etz, für Eltern
  • Betriebserkundungen für SchülerInnen
  • Unterricht zur Berufsvorbereitung in den Klassen durch die Klassenlehrkräfte
  • Berufsvorbereitender Unterrichts im ÜSB – Projekt in Kooperation zwischen Schule und Integrationsfachdienst
  • 3. Betriebspraktikum
    • möglichst in der Einrichtung, wohin der/ die SchülerIn im Sommer entlassen wird (meist im Berufsbildungsbereich, damit SchülerIn und BildungsbegleiterInnen der WfbM sich gegenseitig besser kennenlernen)
    • Zeitpunkt: in der Regel zwischen den Weihnachts- und Osterferien)
    • Auswahl des Praktikumsplatzes nach Interesse und Fähigkeiten der SchülerInnen sowie der vorhandenen Mobilität
    • Zeitlicher Umfang der Praktikumsbegleitung durch Lehrkräfte wird im gemeinsamen Gespräch mit dem Sozialen Dienst der Werkstätten oder den Praktikumsbetrieben festgelegt
    • Absprachen hinsichtlich der Schülertransporte (Schulbusse, Eltern oder ggfs. Selbstfahrer)
  • Anmeldung für die Aufnahme in einer WfbM, Tagesförderstätte, Berufsvorbereitungsmaßnahme etc.: enger Austausch zwischen Schule und Nachfolgeeinrichtung, um einen möglichst problemlosen Übergang zu gewährleisten
  • für TeilnehmerInnen am Projekt „Übergang Schule – Beruf“
    • eine Unterrichteinheit wöchentlich (eine Unterrichtsstunde in der AG – Zeit nach dem Mittagessen)) gemeinsam mit dem Integrationsfachdienst und der Lehrkraft für Berufsorientierung
    • Betriebserkundungen
    • Akquise von Praktikumsplätzen auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt durch den IFD, orientiert an den individuellen Interessen, Bedürfnissen und Mobilitätsanforderungen
    • Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt: entweder als weiteres Erkundungspraktikum (in der Regel zwei Wochen) oder als Belastungspraktikum (mehrere Wochen)
    • ggfs. Einzelgespräche mit Eltern durch die Lehrkraft für Berufsorientierung und IFD
    • 3. Berufswegekonferenz: Entscheidung über den weiteren Weg nach der Schulentlassung (Besuch der WfbM oder Vorbereitung auf eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt)