Die Insel Helgoland mal ganz anders

 

Unser Schulleiter Herr Schwarz wollte in den Ruhestand gehen.

Mit so einem Abschied aus dem Berufsleben ist immer eine Menge an
Vorbereitungen verbunden und viele Personen sind an der Feierlichkeit beteiligt.
Ideen müssen geboren und dann noch umgesetzt werden.
 

Eine Abschiedskarte sollte her. Unsere Klasse hat diese Aufgabe übernommen.
Herr Schwarz kannte die Hochseeinsel Helgoland,
die zum Kreis Pinneberg gehört, bisher noch nicht.
Was lag näher, als das zu einem Thema der Klasse zu machen
und selbst einmal die Hochseeinsel, wenn auch nicht durch
eine Fahrt dorthin, näher zu erkunden.
 
 
Da der Umgang mit dem digitalen Medium PC allen Schülern 
der Klasse geläufig war, wurde erst einmal kräftig im Internet recherchiert.
Was war das mit dieser Insel? Was war so besonderes daran,
dass die meisten von uns Schüler noch nie dort waren.
 

Auf einer großen Leinwand hat einer von uns dann die Form der Insel vorgelegt.
Rote Felsen, grünes Gras und Sand auf der Düne.
Daraus besteht diese Insel. Sie liegt in der Nordsee,
also umgeben von Wasser, wie es sich für eine Insel gehört.
 
 
Die große Leinwand hatten zwei Schüler bereits blau angemalt.
Das sollte Hintergrundfarbe und somit das Meer darstellen.
Die Idee war ein Fenster mit zwei aufklappbaren Flügeln zu gestalten.
Es gab jede Menge zu tun und alle, von uns Schülern und
auch die Erwachsenen war intensiv beschäftigt. Wir haben ausprobiert,
in Heften über die Insel gelesen und viele Bilder angeschaut.
 
 
Unsere Ideen waren super. Das wichtigste Wahrzeichen 
der Insel "Die lange Anna" haben wir links neben die Hauptinsel gebaut.
Selbst an das, was die vielen Vögel dort hinterlassen,
haben wir gedacht und weiße Kleckse auf den Felsen gesetzt.
 
 
Es entwickelten sich immer mehr Ideen.
Wir entdeckten die bunten Häuser auf der Insel.
Die haben wir aus kleinen Hölzern, die wir erst einmal anmalen mussten,
gebaut. Das musste man sehr vorsichtig sein, damit die Hölzer
auch auf den Hintergrund liegen blieben und nicht immer an den Fingern klebten.
 

Wir haben alle sehr konzentriert gearbeitet.
Herr Schwarz hatte während dieser Zeit "Verbot".
Er durfte den Klassenraum nicht betreten, denn sonst hätte er vielleicht
einiges entdeckt, woran wir gearbeitet haben.
 

Wir haben aus Steinen und Strandgut Boote gebaut, aus gelben Steinen
die Sonne über der Insel aufgehen lassen. Aus Schafwolle wurden
die Wölkchen am Himmel geformt. Das Grün haben wir aus gefärbten
Sand in die Mitte der Insel geklebt und einige größeren Gräser
aus getrockneten Moos dazwischengesetzt.
Kleine Äste vom Schulhof gesammelt, wurden zu Fischen.
Auf den Dalben sieht man Vögel sitzen.
Neben der Hauptinsel liegt rechts die Düne,
die man nur mit einem Boot erreichen kann.
 
 
Auf der Düne, bestehend aus viel weißem Sand ruhen sich jede Menge
Seehunde und Robben aus. Auch diese finden sich auf unserem Bild.
Nach jedem Sturm kann es sein, dass man, wenn man Glück hat,
kleine Bernsteinstückchen findet. Den haben wir auch dort schon einmal hingelegt.
 
 
 
Da muss Herr Schwarz nicht so lange suchen. Er ist sogar schon geschliffen.
Natürlich durfte auch der Leuchtturm nicht fehlen.
Die haben wir aus einer halben Papprolle hergestellt.
Die Insel HELGOLAND war fertig.
Aber damit nicht genug. Wie sollte Herr Schwarz dorthin kommen?
 
Zwei weitere Bilderrahmen, die die Insel zunächst verstecken sollten,
hatten zwei Mitschüler bereits von innen und außen blau angemalt.
 
 
Auf dem linken Fensterladen wollten wir kleinen Künstler abgebildet sein.
Jeder von uns, der es konnte, hat sich dann aus unterschiedlichen Steinen
ganz alleine zusammengebaut. Das hat viel Spaß gemacht. 
So stehen jetzt einige von uns in dem Rahmen und
halten viele bunte Luftballon in den Händen mit guten Wünschen
für den Ruhestand.
 

Unten haben zwei Erwachsene, die sich auch verwirklichen durften,
einmal Frau Schwarz und ihren Mann auf die Fahrräder gesetzt.
Schließlich wussten wir, dass die beiden immer gerne mit dem Fahrrad
unterwegs sind und Herr Schwarz viele, viele Jahre
mit dem Fahrrad zur Schule gefahren ist.
Später haben wir noch mit unseren Fingern Abdrücke hinterlassen
und daraus Schmetterlinge, kleine Vögel und Marienkäferchen gemalt.
Unsere gesammelten bunten Knöpfe haben wir an die Äste geklebt.
Das sah sehr fröhlich aus.
 

Zwei andere Erwachsene haben sich an den rechten Bilderrahmen gemacht.
Die Kunst war, alle anwesenden Personen mit einzubeziehen
und sie auch wichtige Spuren auf unserem Projekt hinterlassen zu lassen.
Alle sollten Spaß daran haben und das ist uns gelungen.
Was der eine vielleicht nicht konnte, konnte der andere.
Das war eine super Team-Arbeit.
 

Schafe und Kühe wird das Ehepaar hoffentlich auch auf Helgoland finden.
Die Kühe haben sogar Nummern in ihren Muschelohren.
Alle zusammen haben wir sehr viele Papierkügelchen
gerollt und zu einem Regenbogen über das Bild geklebt.
Herr Schwarz sollte natürlich nicht fehlen. er war ja die Hauptperson.
Abschied von der Heideweg-Schule, ab in das Bördeboot, auf nach Helgoland.
 
 
Nun kam der letzte Streich. Daran hatte einer von uns besonders viel Spaß.
Die Rahmen mussten zu einem Fenster zusammengebaut werden und zwar so,
dass die Fensterflügel auch zu öffnen waren. Notfalls könnte Herr Schwarz
sie später auseinandernehmen. Er hätte dann 3 Bilder.
 

Diese Bilder sprechen ihre eigene Sprache. Die Mimik auch.

Auf den Innenseiten der Fensterflügel finden sich die
Unterschriften aller der Menschen, die sich an dem Geschenk für
Herrn Schwarz beteiligt haben.
 
Wir haben diese einfach einmal weggelassen und nur Teile davon abgebildet.
 

Es gab aber immer noch etwas zu tun. So Feinheiten. Jedem fiel etwas ein.
Von außen sollte das Bild auch gut aussehen.
 
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Dazu haben wir die ganzen vielen kleinen Hölzer genommen.
Einige von uns haben beim Zuschneiden geholfen
und die Stücke noch einmal fein abgeschliffen.
Wir haben sie wie einen Rahmen rundherun aufgeklebt.
 

Als endlich alles fertig war, haben die zwei großen Leute die Abschiedskarte
von außergewöhnlicher Größe in fröhliches Papier gepackt
und es mit einer noch fröhlicheren Schleife versehen.
 

Am Tag der offiziellen Verabschiedung haben wir es Herrn Schwarz überreicht
und hoffen nun, dass es in seinem Zuhause einen Platz findet und er und/oder
seine kleine Enkeltochter, Besucher des Hauses, Freude daran haben werden,
zu entdecken, was immer es dort zu entdecken gibt.
 
 
Viel Freude dabei wünschen die kleinen und großen Künstler und Künstlerinnen
der Mittelstufenklasse 4 laugh.